Pikes vs. Mainz Golden Eagles

Kaiserslautern Pikes kassieren deftige 0:24-Niederlage gegen Mainz –

Saisonauftakt in der Regionalliga Mitte
Quelle: Rheinpfalz Sebastian Funda

Anders, als sie es sich erhofft hatten, verlief der Saisonauftakt für die Footballer der Kaiserslauterer Pikes in der Regionalliga Mitte gegen die Golden Eagles aus Mainz. Vor voller Zuschauertribüne kassierten die Lauterer in dem hart umkämpften Derby eine verdiente 0:24 (0:0, 0:12, 0:6, 0:6)-Niederlage.
Lang und laut fiel die Spielbesprechung von Coach Justin Seals nach dem Abpfiff aus, der Head Coach Oscar Loveless vertreten musste. Mit einer so bitteren Niederlage im ersten Saisonspiel hatte niemand der Verantwortlichen gerechnet.War vor Spielbeginn die Defense noch das Sorgenkind der Pikes, musste am Ende festgehalten werden, dass vor allem die Offense für Sorgenfalten sorgte. Zu durchsichtig und wenig variabel präsentierte sich die Elf um Quarterback Aaron Blackmon, die hauptsächlich mit Laufspielzügen über Dennis Folz agierte.

Die Defense der Pikes forderte hingegen die Mainzer gut. Bereits im zweiten Versuch des ersten Drives schrammte Defensive Back der Pikes, Dustin Manera, nur knapp an einer Interception nach einem weiten Passspiel vom Mainzer Quarterback Marc Ehrhardt vorbei. Erhardt spielte wenig später einen vierten Down aus und schaffte es mit seinem eigenen Laufspiel bis zwölf Yards vor die Endzone, wo die Eagles jedoch nach Strafen auf ein Field Goal aus 28 Yards gehen mussten. Kicker Cedric Blankenberger knallte das Ei aber voll an den Torstangen vorbei und bescherte den Pikes so die Möglichkeit, im zweiten Viertel wieder vorzulegen.

Mit dem zweiten First Down des Drives arbeiteten sich dort die roten Hechte bis kurz vor die Mittellinie, wo Blackmon aber mit einem Sack gestoppt wurde. Zu allem Überfluss blockten die Gäste den anschließenden Punt und trugen ihn bis 15 Yards vor die Endzone der Pikes, doch wurde Erhardt im dritten Versuch stark von Daniel Schneider attackiert, was einen Fumble zur Folge hatte, den Antoine Coleman wiederum bis in die gegnerische Hälfte trug, wo für die Offense jedoch nach vier Versuchen wieder Schluss war. Mit einem sehenswerten Wurf von Ehrhardt über 35 Yards zu Jeter in die Endzone erzielten die blauen Steinadler daraufhin ihren ersten Touchdown. Den anschließenden Point after Touchdown (PAT) verschoss Blankenberger.

Für die Sensation des Spiels hätte bei dem anschließenden Wiederanspiel Pikes-Akteur Dustin Michaeli sorgen können: Der Wide Receiver fing an der eigenen 10-Yards-Linie den Football, tänzelte die anstürmenden Gegenspieler aus und stürmte die rechte Seitenlinie ungebremst in die Endzone. Das Schulzentrum Süd bebte. Doch ließen die vielen Gelben Flaggen auf dem Feld nichts Gutes vermuten. Letztendlich gab es so viele Strafen, dass der Spielzug wiederholt werden musste.

Die Intensität in der Partie nahm nun zu, und nach einem erneuten Sack an Blackmon ließ sein Gegenüber Ehrhardt den Sportplatz mit einem platzierten 70-Yards-Pass auf Heidermann zum zweiten Touchdown größtenteils verstummen. Die anschließende Two-Point Conversion (TPC) vereitelten jedoch die Pikes.
Die zweite Hälfte begannen die Mainzer dank Ehrhardt stark: Erst ging der Quarterback selbst mehrere Yards, initiierte darauf gute Pass- und Laufspielzüge, ehe er nach rechts aus seiner Pocket herausrollte und mit einem Pass Zentimeter vor die Endzone auf Heidermann die Golden Eagles wieder in Touchdown-Nähe brachte. Mit einem Sprung von James Vidro Zayas über die Defense-Line markierte dieser das 18:0 für die Mainzer, die daraufhin erneut den PAT verschossen.
Der folgende Drive der Pikes dauerte erneut nicht lange: Nach einer Interception vom Mainzer Dennis Derbuc ging es nach drei Downs schon wieder in die andere Richtung.

Kurz nach Beginn des letzten Viertels glückte den Mainzern dann aus 30 Yards nach einem hohen Anspiel auf Casey Edgley der Touchdown zum 24:0-Auswärtserfolg, den das Team von Head Coach Erik Petersen mit einer TPC gar noch auf 26:0 erhöhen wollte, was den Gästen dann jedoch nicht gelang.

Auftaktspiel gegen Mainz

Quelle: Rheinpfalz: Sebastian Funda

Auf dem Sportgelände des Schulzentrums Süd fliegt am Samstag (15.30 Uhr) wieder das rote Ei durch die Luft und die hohen Torstangen. Die Footballer der Kaiserslautern Pikes empfangen da zum Saisonauftakt der Regionalliga Mitte die Mainzer Golden Eagles. Das neue Trainergespann der Pikes hat als Saisonziel vorgegeben, möglichst schnell die Punkte für den Klassenverbleib zu holen und dann oben anzugreifen.
Aus dem Meisterschafts-Trainerteam von 2016 ist lediglich Oscar Loveless geblieben, der vom Offensive Coordinator zum Headcoach aufstieg. Seinen alten Job übernahm Jerry Walley, der zudem das Konditions- und Krafttraining der Pikes seit dem Winter mittwochs leitet. Komplettiert wird das Gespann von Defensive Coordinator Justin Seals und einigen, bei den Pikes nicht unbekannten Gesichtern: Fabian Walter, der von den nicht mehr existierenden Kaiserslautern Spartans zurückkehrte und als Defense Line-Coach agiert, und Christoph Korell, der in der letzten Saison noch als Offensive Tackle, also Beschützer des Quarterbacks, auf dem Spielfeld stand und nun die Offensive Line coacht.Loveless hatte sich für die Wintervorbereitung vorgenommen, sein Team an die Leistungsgrenze zu bringen. Dabei mussten er und sein Team mit einem unerwarteten Problem fertig werden, mit der Insolvenz des ESC West Kaiserslautern, auf dessen Sportgelände sie trainierten. „Wir standen abends auf dem Platz, als auf einmal das Licht ausging und es zappenduster war“, schildert Walter die Auswirkungen auf das Training. „Bei der Finsternis war es unmöglich und zu gefährlich, das Training fortzusetzen. Zudem war das Wasser in den Kabinen abgestellt.“ So musste das Team seine beiden Abendeinheiten auf die Samstage verlegen. In zwei größeren Einheiten sei dann samstags am Stück trainiert worden. Da das aber „eine unglaublich kräftezehrende Belastung“ gewesen sei, habe man die Intensität der Trainingseinheiten zurückgefahren.

Doch Walter sah auch einen Vorteil in der großen Tageseinheit: „Dies gab uns die Möglichkeit, technische Sachen und Spielzüge besser einzustudieren. Sonst trainiert man vielleicht eine Stunde ein paar Laufrouten, geht dann nach Hause, kommt zwei Tage später wieder und hat wieder einiges vergessen oder muss sich erst wieder hineinfinden. So konnte man konzentriert am Stück arbeiten, bis die Variante saß.“ Dennoch suchten die Verantwortlichen händeringend nach einer anderen Trainingsstätte. „Wie es dann so oft bei uns ist, bekam unser Problem irgendwer über fünf Ecken mit. Und jetzt stehen wir hier!“ Mit „hier“ meint Walter das Sportgeländer der Eintracht Kaiserslautern, wo die Pikes seit wenigen Wochen nun dienstags und donnerstags abends trainieren und „an den letzten Feinabstimmungen und Passrouten für das erste Saisonspiel“ arbeiten.

Nicht nur an der Seitenlinie hat sich viel getan, auch auf dem Platz wurde das Team einmal kräftig durchgemischt. Dadurch ist die Defense derzeit etwas unterbesetzt. „Hier haben wir keine Auswechselspieler, sodass wir aus der Offense noch Spieler einsetzen müssen und ich wohl auch noch einmal das Trikot überstreifen werde“, sagt der D-Line-Coach und hofft hier auf möglichst wenige Verletzungen. Statt der üblichen 40 bis 50 Spieler im gesamten Team stehen den Pikes zurzeit lediglich rund 35 Akteure zur Verfügung. In der Offense kann Walley dafür aber auf drei athletische Neulinge bauen, die bereits in den ersten Trainingseinheiten überzeugten.

Während sich die Defense Coachs bei den Saisonzielen eher noch bedeckt halten und von Spiel zu Spiel schauen, hat der Headcoach Loveless ein klares Ziel vor Auge: „Ich will, dass das Team erkennt, wie gut es wirklich ist, und will es in die nächsthöhere Liga führen“, was in diesem Fall die zweite deutsche Liga (GFL 2) bedeuten würde.

DER KADER

Offense
Quarterback: Aaron Blackmon - Wide Receiver: Dominic Wyatt, Yannick Rick, Marco Jünger, Patrick Gödtel, Dustin Michaeli - Running Back: Rashaun Donald, Timo Schlimmer, Dennis Folz, Marcus Eberendu - Tight End: Maurice Didier, Sven Müller, Christopher Kühnle - O-Line: Sören Kugel, Erik Heieck, Fabian Weintz, Jann Heieck, Marius Wendel, Raymond Ortis, Marcel Höschele


Defense
Linebacker: Dominik Pommerening, Timo Schlimmer, Hendrik Münz, Antoine Coleman, Matthias Wolf, Nico Wohlwend, Jan Ruelius - Defensive Back: Dustin Manera, Sascha Schick, Hoyt Patterson, Dominik Folz - Defensive End: Thomas Schmitt - D-Line: Daniel Schneider, Brian Anderson.

Saisonstart

American Football in Kaiserslautern – bald fliegt das Ei wieder in der Regionalliga Mitte

 

 

Das American Football-Team der Kaiserslautern Pikes ist in der Endphase der Vorbereitung. Der Saisonstart steht kurz vor der Tür und um die letzten Feinheiten zu schleifen, trainieren die Spieler drei bis vier Mal in der Woche. Auch der aktuelle Trainingsplatz hat sich geändert: nach der Insolvenz des bisherigen Trainingsgeländes auf dem ESC West, trainiert das Team um Headcoach Oscar Loveless nun auf dem Gelände der Eintracht Kaiserslautern.

Durch die Insolvenz des ESC West konnte das Team nicht wie gewohnt zwei Mal in der Woche in den Abendstunden trainieren, da keine Elektrezität mehr zur Verfügung steht.

Somit wurde das bisher stattfindende Training auf einen Samstag gelegt, um sieben Stunden konzentriert und fokussiert zu arbeiten.

 

Am 29.04. eröffnen die Pikes die Regionalliga-Saison des deutschen Footballs im heimischen und gewohnten Schulzentrum Süd.
Derbytime – denn der erste Gegner sind die aus Mainz anreisenden Golden Eagles, die sich schon letztes Jahr in der Regionalliga Mitte beweisen konnten.

Die Pikes bringen auch dieses Jahr einen jungen, lernfähigen und dynamischen Kader mit sich. Die Coaches sind sehr bemüht, den Spielern Taktiken aufzuzeigen, um gleich im ersten Spiel ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.


Die Pikes laden zum Saisonstart alle Fans und Interessierten ein. Los geht’s am 29.04., um 15:30 Uhr auf dem Rasenplatz des Schulzentrum-Süd, im Stadtwald 2, 67663 Kaiserslautern.

 

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